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Der Osteopath betrachtet immer den ganzen Menschen, nicht ein einzelnes
Symptom. Erste Hinweise in der Diagnose geben ihm Körperhaltung
und Gang. Dann erspürt er Wirbel und Gelenke, Muskeln, Hauttemperatur,
den Rhythmus des Blutes und der Gewebe. So erkennt er, wo etwas aus
dem Gleichgewicht ist, wo Bewegungen gestört sind.

In Ihrem Körper ist ständige, oft minimale Bewegung. Es
bewegen sich die Gelenke beim Gehen, die Organe bei jedem Atemzug,
das Blut bei jedem Herzschlag. Die ständigen Austauschvorgänge
an jeder Zelle und die Zirkulation von Flüssigkeiten in verschiedenen
komplexen Systemen - alles ist Bewegung.

Äußere und innere Einflüsse wie Entzündungen,
Stress oder Verletzungen können die Bewegungen stören. Werden
die Störungen zu zahlreich, werden Sie werden krank. Die Aufgabe
des Osteopathen ist es, die Störungen zu erkennen und dem Körper
dabei zu helfen, alle Bewegungen wieder in den richtigen Fluss zu
bringen.

Das erreicht er mit geschulten Händen und verschiedenen manuellen
Techniken, die z.B. Muskeln entspannen, Gelenke in ihre normale Position
bringen, die Durchblutung verbessern oder die Lage und Mobilität innerer
Organe beeinflussen. Immer regt er dabei die Selbstheilungskräfte
des Körpers an, die - nun mehr ungestört - ihre Wirkung entfalten
können.

Ein Grundsatz der Osteopathie ist, die Störung zu finden, zu behandeln
und dem Körper Zeit zu geben sein Gleichgewicht wieder zu finden.
Deshalb wird nicht jeden Tag behandelt, sondern in größeren Abständen
von einer Woche bis zu mehreren Monaten.

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